WZW - Wählerverband
Zahnärzte Westfalen e.V.
Reichshofstr. 77
58239 Schwerte
Tel | 02304–67137 |
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Fax | 02304–63254 |
Der Wählerverband Zahnärzte Westfalen "WZW" wurde 1992 gegründet, als die Standespolitik in starrem Dogmatismus erlahmt war. Aktive, uneitle Zahnärzte hatten daraufhin erfolgreich ein zukunftsorientiertes Gegengewicht zum Ausstiegsszenario der Freiverbandsideologen aufgebaut, das auf Bundesebene in der Gründung der Interessengemeinschaft zahnärztlicher Verbände in Deutschland "IGZ" mit Sitz in Hamburg mündete. Gleichzeitig wurde damals ebenfalls die Idee der befundorientierten Bezuschussung moderner Zahnheilkundeleistungen entwickelt.
Wir sind der Auffassung, dass der zahnärztliche Berufstand innerhalb unserer Gesellschaft einen angemessenen Platz mit Verpflichtungen, aber auch Rechten beanspruchen muss.
Jede Berufsgruppe hat in unserem Staat einen bestimmten Platz mit fest umrissener Funktion. Damit die einzelnen Gruppen ihre Aufgaben erfüllen können, ist es notwendig, dass die Gesellschaft diesen Gruppen den notwendigen Handlungsspielraum und die notwendigen Mittel zur Verfügung stellt. Wir wollen unseren Platz als Zahnärzte in dieser Gesellschaft behaupten, aber nicht den Grundkonsens der sozialen Verantwortung in Frage stellen.
Dieses Ethos ist nur realisierbar, wenn uns auch die entsprechenden Rahmenbedingungen rechtlicher und materieller Art für die Ausübung der Zahnheilkunde zur Verfügung stehen. Deshalb fordern wir ein uns gebührendes Mitspracherecht.
Allerdings sind solche Ziele utopisch, wenn ausschließlich verbohrte Ideologen aus Ministerien und Berufspolitik aufeinandertreffen.
Die Fraktionen des WZWs in Kammer- und Vertreterversammlung (KZV) bringen sich konstruktiv in die Arbeit der Körperschaften und ihrer Gremien ein. Viele Vorschläge und Anträge konnten zum Wohle der Kollegenschaft umgesetzt werden.
So ist zum Beispiel die Ermittlung der aktuellen Hygienekosten mit ihren ernüchternden Ergebnissen auf unseren konsequenten Einsatz gegen die Verhinderungspolitik des sog. „Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte“, der sich in unserer Kammerversammlung mehr als zwei Jahre ignorant dagegenstellte, zurückzuführen.
Besonderes Augenmerk richten wir auch auf das Verhältnis von Aufwand und Nutzen in der Arbeit unserer Körperschaften. Insbesondere die Aufblähung von Kammeraktivitäten produziert unnötige und vor allem nutzarme Kosten.
Wichtig ist uns weiterhin ein konzertiertes Handeln unserer beiden Körperschaften Kammer und KZV. Gerade in Zeiten, in denen im ärztlichen Bereich Rolle und Nutzen der KVen zunehmend in Frage gestellt werden und gleichzeitig die Macht der gesetzlichen Krankenkassen wächst und weiter wachsen wird, müssen wir Zahnärzte über die Art und Weise der Bündelung unserer GKV-bezogenen Interessen durch die KZVen froh sein. Eifersüchtiges Bremsen von KZV-Aktivitäten durch die „Schwesterkörperschaft“ hilft keinem praktisch tätigen Zahnarzt.
Durch das gewachsene standespolitische Gewicht unserer Dachorganisation IGZ in der bundesweiten Berufspolitik konnten und können wir auch dort daran mitwirken, Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Der WZW ist aktiv bei der Organisierung und Durchführung von Fortbildungen zu aktuellen Themen der täglichen Praxis.
Während Einige aus der Fortbildung nur ein Geschäft machen, ermöglicht der WZW Weiterbildung zum Selbstkostenpreis. Ausschließlich resonables Referentenhonorar, Schulungsmaterialien, Raummiete und Tagungsverpflegung werden den einzelnen Teilnehmern im Umlageverfahren in Rechnung gestellt.
Indem der WZW nicht die Augen vor unumkehrbaren gesellschaftlichen Abläufen verschließt, ist er in der Lage, administrative Forderungen unserer Verordnungsgeber in unmittelbaren Praxisnutzen umzumünzen.
So beschäftigten wir uns bereits 1999 intensiv mit Qualitätsmanagementsystemen und haben seitdem verschiedene Qualitätsmanagementmodelle für Zahnärzte entwickelt.
Das Spektrum dieser Modelle reicht dabei von der Erfüllung der Mindestanforderungen entsprechend den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses bis zur erfolgreichen Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2000, wobei die Selbstgestaltung des Qualitätsmanagements durch praktizierende Zahnärzte bei all diesen Systemen den rea-len, praktischen Nutzen vor die Erfüllung standardisierter Formalien schiebt. Allein das zertifizierte Qualitätsmanage-mentmodell wurde bereits in mehr als 85 Praxen in NRW, Hessen und Niedersachsen umgesetzt.
Genauso beschäftigen wir uns mit den uns Zahnärzten gegebenen Auflagen durch das MPG (die dabei unselige Rolle der etablierten Berufspolitik soll an dieser Stelle nicht erörtert werden). Auch hier haben die pragmatische Betrachtung der Gegebenheiten und der konstruktive Dialog mit Behörden zu einem Wissensvorsprung und zu umsetzbaren Lösungen geführt.