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Mitglied in der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände Deutschland

vom 19.08.2007

Die IGZ warnt vor dem drohenden Verlust der Hoheit über die eigenen medizinischen Daten.

 

Die Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände in Deutschland beobachtet mit Sorge, dass mehrere Krankenkassen bereits Ernst machen mit dem Sammeln medizinischer Daten ihrer Versicherten im Internet. Zuletzt hat die Barmer Ersatzkasse ein solches Modell angekündigt. Es kann den Kassen also gar nicht schnell genug gehen mit der zentralen Gesundheitsdatei, die im Gefolge der elektronischen Gesundheitskarte angelegt werden soll. Hier geht es eindeutig um die Hoheit über die Daten. Die Krankenkassen erhoffen sich so bessere Möglichkeiten der Steuerung ihrer Versicherten, und damit im Endeffekt Ersparnisse.

Aber hier sollten die Versicherten aufhorchen. Die IGZ hat schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass eine zentrale Datensammlung im Gesundheitswesen große Begierden seitens Arbeitgebern, Versicherungen, öffentlichen Stellen etc. wecken wird und dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Die Eile, mit der die Krankenkassen ihre eigenen Datensammlungen vorantreiben, unterstreicht dies noch einmal. Die Patienten sollten sehr gut überlegen, ob sie ihre sensiblen Gesundheitsdaten solch einem Zentralregister überlassen.

Wie schwer es sogar für eine Diktatur ist Daten verschwinden zu lassen haben wir bei der Auflösung der Stasibehörde gesehen. Noch 19 Jahre nach dem Ende der DDR müssen die Daten vor erneutem Missbrauch geschützt werden.

Die IGZ fordert erneut, den Speicherplatz auf der elektronischen Gesundheitskarte so groß auszulegen, dass alle relevanten Inhalte der Krankenakte darauf Platz finden. Dann hätte der Patient nicht nur virtuell, sondern auch ganz faktisch die direkte Kontrolle über seine Daten.


Hamburg, den 19.08.2007


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