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Mitglied in der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände Deutschland

vom 16.04.2009

Die Untote „Kostendämpfung“ erhebt sich aus ihrem Grab

 

Die Wirtschaftskrise bringt es an den Tag: der Gesundheitsfonds ist unterfinanziert.

“Seit Jahren warnt die IGZ vor einer Finanzierungslücke im Gesundheitsfonds“, sagte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände Deutschlands IGZ e.V., Dr./RO Eric Banthien, "der mit der Wirtschaftskrise einhergehende Arbeitsplatzverlust reißt nun tiefe Löcher in das Finanzierungskonzept." Es zeige sich, dass die Gesundheitspolitiker den Fonds auf ewig steigenden Wirtschaftsdaten berechnet hätten. Das sei eine reine Schönwetterpolitik, in der keine Reserven für schlechte Zeiten eingeplant seien. "Wenn Investmentbänker ihre Geschäftspolitik auf der Annahme einer ständig wachsenden Wirtschaft aufbauen, ist das schlimm und dumm genug. Dass unsere Sozialpolitik blauäugig von den selben Voraussetzungen ausgegangen ist, ist unverantwortlich“, so Banthien.

Schlimmer aber sei, dass der Politik nun nichts weiter einfalle, als die alten Kostendämpfungsparolen aus der Schublade zu holen. Der Hinweis auf Einsparmöglichkeiten und eine wirtschaftliche Mittelverwendung sei zwar an die Kassen adressiert, betreffe aber in letzter Instanz immer die Heilberufe. "Die Fehler der Politik sollen wieder auf dem Rücken der Ärzte und Zahnärzte ausgebügelt werden, mit den gleichen alten Argumenten und der gleichen antiken Kostendämpfungskeule," sagte Banthien. "Die Gesundheitspolitik ist wieder da angekommen, wo sie bei Blüm schon war. Dies zeigt die Ineffizienz ideologisch begründeter Reformen. Die Zahnärzte sind jedenfalls nicht bereit, für die Fehler der Politik wieder den Buckel hinzuhalten." 

Stattdessen solle der Gesundheitsfonds wieder abgeschafft, und ein versicherungsmathematisch korrekt kalkulierter Beitrag für jede einzelne Krankenkasse eingeführt werden. Das ist die einhellige Meinung der Vorsitzenden der IGZ-Verbände. Sollte sich die Politik nicht in der Lage sehen, einen Fehler einzugestehen und rückgängig zu machen, dann allerdings müsse das entstehende Defizit durch höhere Zuwendungen aus dem Steuersäckel aufgefangen werden.


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