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Mitglied in der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände Deutschland

vom 02.04.2008

Die Zentralisierung ärztlicher Behandlungsangebote bringt mehr Nachteile, als nur längere Wege.

 

Die Konzentration der ambulanten ärztlichen Behandlung in Großzentren wird auch zu einer Auswahl der Patienten nach Lukrativität führen. Darauf weist die Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände (IGZ) kritisch hin. Das Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie an der Uniklinik Köln veröffentlichte diese Tage eine Studie über unterschiedliche Wartezeiten für Kassen- und Privatpatienten in Arztpraxen. „Kapitalgesellschaften, die Kliniken und angeschlossene Versorgungszentren betreiben, stehen in erster Linie unter dem Zwang, Profite zu machen.“ sagt Dr./RO Eric Banthien, der Vorsitzende der IGZ. „Patienten, die mehr Geld einbringen und weniger Kosten verursachen, werden da möglicherweise bevorzugt. Auch Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden könnten nach diesen Kriterien bevorzugt behandelt bzw. angewandt werden.“

Die IGZ befürchtet daher, dass die angestrebte Zentralisierung ärztlicher Behandlungsangebote die wohnortnahe medizinische Versorgung in zweifacher Hinsicht verschlechtern wird. Zum Einen werden die Wege für die Patienten länger, was vor allem die Älteren und schwerer Kranken unter ihnen benachteiligt. Zum Anderen kann sich aber das Angebot an Behandlungsmöglichkeiten für „nicht lukrative“ Krankheiten oder Behandlungen zusätzlich verringern.

Die IGZ appelliert daher an die Selbstverwaltung, Gesundheitspolitiker und Kassen, die breitgefächerte wohnortnahe Versorgung durch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte zu erhalten und zu fördern.

Hamburg, den 02.04.2008


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